Lukas Kämmerling
Full-Stack Webdeveloper | Fachinformatiker Anwendungsentwicklung

Mein erstes Jahr @ Hetzner Cloud!

Posted 30 Jun 2019

Jetzt ist es bald so weit, am 01.07. (morgen!) bin ich bereits ein Jahr bei der Hetzner Cloud GmbH als Technischer Community Manager angestellt. Ich wollte, einfach auch nur für mich selber, das Jahr nun einmal Revue passieren lassen.


Alles fing an mit zwei Wochen On-Boarding in München. Der erste Tag war bereits von Stau & Pannen übersät :)! Da ich ca. 200 km von München weg wohne, musste ich bereits gegen 5 Uhr losfahren. Ich wollte vorher noch tanken. Gut, das hab ich dann auch getan, bin eingestiegen und gefahren..... Kurz vor der Autobahn (ca. 5 km hinter der Tankstelle) fällt mir auf das ich mein Portmonee nicht habe.... aber ich hab ja getankt.... Verdammt.... ich also zurückgefahren und ja... Das Portmonee lag auf dem Autodach und ich war losgefahren...….. Zum Glück hab ich bis auf wenige Euro alles wieder einsammeln können.... Aber gut, das hatte mich dann (mit dem Suchen meines Geldes und Tanken) knapp eine Stunde gekostet, also statt wie geplant um 5 Uhr auf der Autobahn erst um 6 Uhr. Und dann kam es, wie es kommen musste. Stau.... quasi die ganze Strecke war Stau (A92 halt). Es war ursprünglich geplant das ich gegen 7 Uhr in München vor Ort bin. Nun daraus wurde dann 9 Uhr…. (und ich hatte nichts gefrühstückt!!!).

Aber gut :) Ich war dann endlich dort und wurde herzlichst empfangen. Mein erster Eindruck direkt: Cool gemacht alles hier und alle so unglaublich nett. Wenn man reinkommt stehen vorne auf der Theke Buchstaben aus dem 3D Drucker, die das Wort "Hetzner Cloud" ergeben, cool! Daneben rechts, den Gang entlang, hängt ein Bildschirm mit aktuellen Daten aus der Produktion - Grafana Dashboard :)! Das sieht alles echt toll aus!


Ich habe dann mein Arbeitsgerät bekommen und habe es dann soweit eingerichtet. Alles hat gepasst :) Ich hab alles gezeigt bekommen und war startklar. Eine meiner ersten Aufgaben war einen Wiki Eintrag über Floating IPs zu schreiben. Dazu habe ich mich dann damit beschäftigt mein "Cloud Mon" auszubauen. Es war grade die Zeit wo auch ein neues Produkt vorbereitet wurde, die Dedicated Resources Server Typen. Ich durfte also ein wenig benchmarken :), dazu fing ich an Go zu lernen, da ich mich auch um die Integrationen kümmern sollte. Es fing an mit dem Terraform Provider, danach habe ich mich in die hcloud-go und die CLI eingearbeitet. In der ganzen Zeit habe ich immer Feedback bekommen, egal ob gut oder schlecht. Das war echt super!


Es verging dann ein wenig Zeit und das nächste Feature hat sich angekündigt: die Volumes. Wow das war mein erstes großes Feature :) und ich hab alle unsere Integrationen mit Support dafür ausgestattet und natürlich einige Benchmarks gemacht! Ich war verblüfft, wie gut das Projektmanagement in dieser Firma lief, bei meiner alten Firma war es eher so, dass ein Kollege gekommen ist und gesagt hat "Das brauchen wir, MACH! Egal wie! Kann man später schön machen!". Nicht so bei der Hetzner Cloud! Alles wird sauber getestet (Unit/Integration/Acceptance Tests) bevor es deployt bzw. released wird. Wow! Das kannte ich so im beruflichen Umfeld nicht. Es gibt auch nicht den Druck "Das muss bis morgen fertig sein!!!", nein man macht es bei der Hetzner Cloud lieber ordentlich und verschiebt das Feature dann ein wenig, bevor man es schnell schnell und unsauber macht.


Nach den Volumes ging es dann an mein erstes großes Projekt. Die hcloud-python. Ich habe vorher bereits mit Python einige Erfahrungen gesammelt, allerdings noch nie selber das Projekt gestemmt. Zum Glück hat einer der erfahrenen Kollegen bereits das Grundgerüst gebaut. Ich habe dann mit ihm zusammen die hcloud-python entwickelt. Leider kam meine Schulter Operation dazwischen, weshalb ich quasi den ganzen Januar und den halben Februar außer Gefecht gesetzt war. Als ich dann aber wieder arbeiten konnte, ging alles ganz schnell und wir haben die Python lib dann am 21.02.2019 vollständig released. Das war ein guter Tag! Aber, nur weil das Thema "erledigt" war, heißt es nicht das nun alles erledigt war. Es ging nahtlos weiter. Wir wollten unbedingt auch (offizielle) Ansible Module, einer der einzigen Gründe warum es eine offizielle Python SDK gibt. Ich setzte mich also mit Ansible einmal auseinander und mit Ansible 2.8 sind nun alle Hetzner Cloud Ressourcen als Module verfügbar und es gibt ein Ansible Inventory! Build in! Ich habe zur einfachen Verwendung auch ein Tutorial geschrieben: https://community.hetzner.com/tutorials/howto-hcloud-ansible


Und dann? Ja, dann folgten noch viele andere Sachen, darüber sprechen kann ich momentan noch nicht, aber es wird etwas Schönes kommen :)


Zudem arbeite ich nun auch sehr viel im Backend mit, es gibt bereits diverse Punkte die aus meiner Tastatur entstanden sind, yey!


Ich hatte in dieser Woche bereits mein „Jahresfeedback“ Gespräch und ich kann nur sagen: Alle sind absolut happy! Ich freue mich jeden Tag an etwas für die Hetzner Cloud zu arbeiten, seien es die Integrationen oder aber das Backend. Alles macht so unglaublich viel Spaß. Und ich habe soviel gelernt, wow! Alleine in diesem Jahr waren es Python, Go und der Umgang mit Terraform, Ansible... nur um mal ein paar Sachen zu nennen. Ich freue mich auf weitere Jahre bei der Hetzner Cloud, ab 01.07 dann auch als „Softwareentwickler“ :)

Title Image: Photo by Glenn Carstens-Peters on Unsplash